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Schluckstörungen - Störungsbilder der Logopädie

1. Funktionelle Schluckstörung (Myofunktionelle Störung)

Das auffällige Schluckverhalten entsteht auf Grund eines muskulären Ungleichgewichts der Gesichts- und Schluckmuskulatur. Das frühkindliche Schluckmuster wurde nicht durch das normale ersetzt. Meist presst die Zunge beim Schlucken gegen die Frontzähne oder tritt zwischen den Zahnreihen hindurch. Oftmals kann zusätzlich ein Lispeln beobachtet werden.

Wie können wir helfen?

Im Aufnahmegespräch und der Diagnostik interessieren uns v. a. die bisherige Entwicklung des Essens, Essverhaltens und der Essgewohnheiten. Außerdem schauen wir uns direkt an, welche Symptome beim Essen und Trinken auftreten und ob die Muskulatur in ihrer Funktion beeinträchtigt ist. Danach erstellen wir einen individuellen Therapieplan, der je nach Besserung angepasst wird. Die Übungen reichen vom Aufbau der Muskulatur bis hin zum Kau- und Esstraining.

2. Organische Schluckstörungen (Dysphagie)

Die Probleme beim Schlucken entstehen durch Veränderungen der am Schlucken beteiligten Organe (z. B. operative Eingriffe, Unfälle, Fehlstellungen oder Entzündungen). Dabei kann die Funktion der Organe und der ungestörte Ablauf der Nahrungsaufnahme, des Nahrungstransports im Mund und des Schluckens beeinträchtigt sein.

Wie können wir helfen?

Durch die genaue Analyse des bisherigen Krankheitsverlaufs, der bestehenden Probleme bei der Nahrungsaufnahme und des Schluckens erhalten wir einen Einblick in den Schweregrad der Störung. Danach können wir gezielte Maßnahmen ergreifen, um den aktuellen Stand zu optimieren (z. B. durch Nahrungsumstellung oder spezielle Techniken) und im Verlauf der Therapie zu verbessern.

3. Neurologische Schluckstörung (Dysphagie)

Die am Schlucken beteiligten Organsysteme werden nicht optimal durch die Nerven versorgt. Die Nervenversorgung kann dabei durch eine neurologische Erkrankung (z. B. Morbus Parkinson, ALS, Multiple Sklerose etc.) oder Veränderungen des Gehirns (z. B. Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Demenz etc.) gestört sein.

Wie können wir helfen?

Durch eine genaue Analyse des bisherigen Krankheitsverlaufs und der bestehenden Probleme bei der Nahrungsaufnahme und des Schluckens erhalten wir einen Einblick in den Schweregrad der Störung. Danach können wir gezielte Maßnahmen ergreifen, um den aktuellen Stand zu optimieren (z. B. durch Nahrungsumstellung) und im Verlauf der Therapie zu verbessern. Bei manchen Erkrankungen besteht das Ziel im Erhalt der Nahrungsaufnahme so lange wie möglich.