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Sprechstörungen - Störungsbilder der Logopädie

1. Artikulationsstörungen (Dyslalie)

Bei einer Artikulationsstörung handelt es sich um eine Störung in der Bildung von Lauten. Es kann sich dabei um eine falsch erworbene Form der Lautbildung (z. B. Lispeln) handeln, aber auch in den organischen Voraussetzungen begründet liegen (z. B. bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalten).

Wie können wir helfen?

Zu Beginn der logopädischen Behandlung wird die Lautbildung des Patienten analysiert. Es geht um die motorischen Voraussetzungen für die Lautbildung
(z. B. Zungenbeweglichkeit) und die Art der Falschbildung. Danach erstellen wir einen Behandlungsplan, der die Bereiche der Mundmotorik und Lautbildung bis hin zur Übernahme der korrekten Sprechweise in die Spontansprache berücksichtigt.

2. Dysarthrien

Bei Dysarthrien handelt es sich um eine Einschränkung des Sprechens auf Grund neurologischer Erkrankungen oder Beeinträchtigungen (z. B. bei Morbus Parkinson, nach Unfällen oder einem Schlaganfall). Dabei kann auch die Atmung und die Stimmgebung betroffen sein.

Wie können wir helfen?

Unter Beachtung der neurologischen Grunderkrankung oder Störung werden die individuellen sprachlichen Defizite (Artikulation, Atmung, Stimme, Schlucken usw.) analysiert und danach ein Behandlungskonzept erstellt. Durch Veränderungen im Krankheitsbild und entsprechend dem Behandlungsstand passen wir den Therapieinhalt an.

3. Sprechapraxie / -dyspraxie

Die Sprechapraxie betrifft das Planen von Sprechbewegungen. Der Patient ist in der Lage, die einzelnen Bewegungen muskulär umsetzen (z. B. Lippen runden oder Zungenspitze heben), kann aber keine kontrollierten Artikulationsbewegungen ausführen (z. B. "O" oder "L" sagen). Es treten Suchbewegungen der Lippen, der Zunge und manchmal des gesamten Gesichts auf.

Wie können wir helfen?

Zu Beginn der logopädischen Arbeit steht immer die Diagnostik und das Gespräch mit dem Patienten oder Angehörigen über die Störung. Es ist wichtig, so früh wie möglich mit der Behandlung zu beginnen, damit sich falsche Muster nicht verfestigen. Die einzelnen Sprechbewegungen werden angebahnt und ausgebaut, so dass sich das Sprechen verbessert.

4. Stottern

Das Stottern ist eine Redeflussstörung, bei der der Sprecher Laute oder Silben wiederholt, Laute dehnt oder blockiert. Der Sprecher hat in diesen Momenten keine Kontrolle über sein Sprechen, weiß aber genau, was er sagen will. Zusätzlich können meist Ankämpf- oder Vermeidungsverhalten beobachtet werden.

Wie können wir helfen?

Das Stottern manifestiert sich bei den meisten im Kindesalter. Es ist wichtig, dass Kinder so früh wie möglich behandelt werden, um das Stottern zurückzubilden oder in ein leichtes Stottern zu überführen. Aber auch Erwachsene haben die Möglichkeit, ihr Stottern zu beeinflussen. In der Diagnostik finden wir heraus, welche Symptome auftreten und ob es schon andere Verhaltensreaktionen auf das eigene Stottern gibt.

Die Therapie orientieren wir am Befund, der Art des Stotterns und am Patienten.

5. Poltern

Poltern ist eine Redeflussstörung, die mit einer unregelmäßigen, oft zu schnellen Sprechgeschwindigkeit und damit Silben- / Wortverschmelzungen, stotterähnlichen Unflüssigkeiten und undeutlichem Sprechen einhergeht. Sprechen Betroffene bewusst langsamer, verbessert sich meist die Symptomatik.

Wie können wir helfen?

Zu Beginn der Therapie erfassen wir in der Diagnostik alle Auffälligkeiten im Sprechen. Das Störungsbewusstsein bei polternden Kindern und Erwachsenen ist meist gering. Dies erschwert die Arbeit an der Symptomatik und des Transfers in Spontanäußerungen. Es können jedoch Strategien erarbeitet werden, die es dem Kind oder Erwachsenen ermöglichen, sein Sprechen in wichtigen Situationen (z. B. ein Vortrag in der Schule) gezielt zu steuern.